Also fuhren wir bald weiter Richtung Batchelor, einem kleinen Ort am Rand des Litchfield NP. Auf dem Weg dorthin gegen 11.30 h sahen wir beide plötzlich vor uns in einem überhängenden Ast eine schwarze Silhouette auftauchen. Wir stoppten sofort und unsere Vermutung bestätigte sich. Es war ein Red-Tailed Black Cockatoo. Als wir ausstiegen um ein Foto zu machen, sahen wir noch 3-4 weitere.
Sie blieben allerdings nicht lange sitzen, sondern flogen krächzend davon. Des weiteren sahen wir noch einen Eisvogel (Forest Kingfisher). Kurz vor 12.00 h in Batchelor angekommen. kauften wir im dortigen General Store ein paar Lebensmittel ein und fuhren weiter. Es war schon wieder sehr heiß, so um die 35-36°. Nach kurzer Zeit erreichten wir den Stuart Highway, dem wir um den Kakadu Nationalpark zu erreichen, ein Stück Richtung Norden folgen mussten. Um 13.00 h wollte ich an einer Tankstelle kurz vor der Abbiegung zum Kakadu Nationalpark volltanken, doch so sehr ich mich auch mühte, ich konnte den Tankverschluss nicht öffnen. Auch zwei herbeigerufene Mechaniker probierten die verschieden Schlüssel meines Schlüsselsets aus, ohne Erfolg. Was tun? Darwin und die APOLLO-Autovermietung ist 40 km entfernt. Da wir uns keinen besseren Rat wussten, fuhren wir die Strecke zurück. Dort angekommen fragte der freundliche Mitarbeiter, ob wir auch den Zündschlüssel versucht hätten… Ich frage mich heute noch, wieso ich nicht auch auf diese Möglichkeit gekommen war, muss wohl an der Hitze gelegen haben. Tomoko meinte, dass wohl der Himmel ihr geholfen habe, da sie noch mal gerne im Organic Supermarkt eingekauft hätte, aber diesen Umweg nicht unbedingt machen wollte. Das konnten wir jetzt natürlich ohne Probleme. Obwohl der Supermarkt samstags nur bis 15.00 h geöffnet hatte, schafften wir es noch rechtzeitig. Anschließend tankte ich an der nächsten Tankstelle das Auto voll, auch noch die beiden Reservekanister. Nun aber los. Nach 20 min erreichten wir den Arnhem Highway, der zum Kakadu NP führt. Auf dem Weg dorthin passierten wir den Fogg Dam , den wir um 15.45 h erreichten. Der Fogg Dam wurde in den fünfziger Jahren im Rahmen eines Stauprojektes gebaut. Geplant war, riesige Flächen für künftige Reisfelder zu bewässern, aber aus dem Reisanbau im Norden Australiens wurde nichts und aus dem Gebiet wurde in der Folge ein fast sechzehn Quadratkilometer umfassendes Naturschutzgebiet, ein Paradies vor allem für Wasservögel.
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