Als wir beide hineingingen und ich mich noch einmal umschaute, sah ich wie ein älterer Typ, ein Aborigine, um unser Auto herumschlich, dabei aufmerksam durch die Seitenscheibe den Inhalt musterte. Ich ließ Tomoko alleine den Laden betreten und ging zum Auto zurück. Der Typ bemerkte mich und schlurfte davon. Ich setzte mich auf eine Bank draußen vor den Laden. Da kam eine ältere Frau auf mich zu und wollte in ziemlich unfreundlichem Ton Geld haben. Ich war fast versucht, mein Portemonnaie zu zücken und ihr 1 oder 2 $ zu geben, als sie meinte, sie wolle 20 $ haben. Als ich abwehrte, wollte sie nur noch 10 $ haben. Diese unverschämte Art ärgerte mich so, dass ich ihr gar nichts gab und in den Laden ging und Tomoko bat, sich mit ihrem Einkauf zu beeilen. An der Kasse wurde gerade eine neue Hilfskraft ausgebildet, die keine Ahnung vom verschiedenen Gemüse hatte, die Tomoko auf das Band gelegt hatte. So dauerte es ewig, bis alles erledigt war. Nun aber schnell ins Auto und weg von hier. Überall lungerten merkwürdige Gestalten herum. Ich hatte ein Schild gesehen, 2 km bis zum Caravan Park. Schnell fuhren wir los. In der Hektik verpasste ich eine Abfahrt, so dass wir wieder außerhalb der Ortschaft landeten. Ich wendete das Auto und endlich fanden wir den Platz. Der war rundum mit hohem Stacheldrahtzaun gesichert. Als wir aber an der Rezeption freundlich empfangen wurden, legte sich meine innere Unruhe, obwohl die Besitzerin uns riet, alle Wertsachen mit ins Auto zu nehmen. Die Übernachtung kostete 34,- $. Der Platz war ziemlich leer, nur in einem Bereich campierten Dauergäste. Wir fanden einen Stellplatz in der Nähe des Eingangsgebäudes nicht weit von den Waschräumen entfernt. Ich schloss alles an und Tomoko begann gleich mit Kochen.
Ich fing derweil schon mal mit meinem Tagesbericht an und trank ein Bier mit Entelchen dazu, bis Tomoko meldete, das Essen ist fertig. Ich war ganz überrascht, hatte sie doch ein schmackhaftes japanisches Menu zusammengestellt. Es gab kalte Cha-Soba (japanische Buchweizennudeln mit grünem Tee), dazu gebratene Süßkartoffeln und Frühlingszwiebeln. Auch Wasabi, Nori-Blatt und geriebener Rettich fehlten nicht, sehr lecker. Tomoko hatte diese Schätze im Organic Store in Darwin gekauft. Es war inzwischen 18.00 h geworden und die Dunkelheit war hereingebrochen. Die Abendluft duftete nach wohlriechenden Blüten von einem Baum in der Nähe. Ein Polizeiauto kam auf den Campingplatz und fuhr langsam eine große Runde. Es scheint doch nicht so ganz sicher hier zu sein, na, schauen wir mal… Ich spülte nach dem Essen alles schmutzige Geschirr in einer Spüle vor der Camping-Küche. Anschließend zogen wir uns ins Auto zurück. Ich beendete meinen Tagesbericht, Tomoko arbeitete mit ihrem Netbook. Danach duschten wir noch beide. Dabei stellten wir fest, dass sich das Licht nur durch einen Bewegungsmelder vor der Eingangstür einschaltete. Mitten im Duschen ging plötzlich das Licht aus. Gut, dass ich meine Taschenlampe dabei hatte. Tomoko, die etwas früher als ich duschte, hatte leider keine Lampe dabei und musste mal kurz nach draußen gehen um wieder Licht zu haben… Gegen 21.15 h gingen wir schlafen.
|