Kurz gesagt, das hatte sich gelohnt. Wir sahen unzählige wunderschöne Fische und andere Meereslebewesen
in und an den zahlreichen Korallenstöcken. Wir verstanden, warum man hier nur bei Flut schnorcheln sollte. Das Wasser war nicht sehr tief und man schwebte dicht über den scharfkantigen Korallen. Ein kräftiger Wind wehte und auch eine relativ starke Strömung war zu spüren. Deshalb schwammen wir auch nicht allzu weit hinaus. Das Wasser war relativ kühl, so dass wir nach einer Stunde genug gesehen hatten. Wir schafften es beide, ohne Hautabschürfungen das Wasser zu verlassen. Nass wie wir waren, setzten wir uns ins Auto und fuhren zum Campingplatz am Yardie Creek, den ich heute Morgen schon reserviert hatte. Dort angekommen, begrüßte uns gleich eine junge Deutsche aus Zwickau, die jetzt in Exmouth lebt. Wir packten alles aus und machten erst mal Kaffee. Anschließend füllte Tomoko Wasser in die Wanne und wusch sich die Haare sowie auch den übrigen Körper. Wir entdeckten auch, dass eine Solardusche an Bord war. Diese füllte ich mit Wasser um später zu duschen. Tomoko arbeitete an ihrer Übersetzung, während ich mich eine halbe Stunde hinlegte, hatte ich doch während der Nacht schlecht geschlafen. Leider war bei Tomokos Netbook der Akku schon ziemlich leer, und da wir hier keine Auflademöglichkeit hatten, musste sie irgendwann aufhören. Ich schrieb schon mal Tagebuch. Der Camp Host ist leider nicht da. Wir würden gerne unseren Platz tauschen, da unsere direkten Nachbarn zwar sehr nett, aber auch ziemlich laut sind, was auf die Dauer doch etwas stört. Irgendwann kam ein Auto. Ich sprach den Fahrer an, ob er der Camp Host sei, doch er verneinte und sagte, dass der Camp Host den Platz bis zur nächsten Saison verlassen habe. Ich könne mir einen freien Platz aussuchen. Das taten wir dann auch sogleich, packten alles zusammen und fuhren von Platz Nr.3 auf Nr.10, wo wesentlich mehr Raum war und keine lauten Nachbarn. Tomoko fing gleich zu kochen an. Heute gab es Reis mit thailändischem Curry. Ich bin immer wieder erstaunt, was Tomoko auf unserem doch recht einfachen Gaskocher für leckere Mahlzeiten zubereitet. Wieder schwirrten Hunderte von lästigen kleinen Fliegen um uns herum, so dass wir wieder unsere Schutzmasken anlegen mussten. So langsam haben wir uns daran gewöhnt.
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