Gegen 6.00 h wachten wir auf. Die Sonne schien schon, die Außentemperatur betrug 22° bei einer hohen Luftfeuchtigkeit von 90%.
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Je weiter wir nach Süden kamen, um so mehr änderte sich das Landschaftsbild. Immer mehr größere Sträucher und vereinzelt auch Bäume säumten die Straße und die Termitenhügel wurden immer weniger. An einer Stelle hielten wir plötzlich an. Mindestens 10 Adler (Wedge-tailed Eagle) saßen am Straßenrand und flogen auf, als wir anhielten. Einige ließen sich auf einem naheliegenden Baum nieder, andere kreisten in der Luft weiter. Das war schon beeindruckend, diese mächtigen Vögel in so großer Zahl zu sehen. |
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Kurz vor 11.00 h, einige km vor Carnarvon, erreichten wir die Gascoyne Organic Farm, wo wir eigentlich einkaufen wollten. Viele Plantagen mit Mangos, Bananen, Tomaten u.a. erstreckten sich bis zum Horizont. In einer Info-Broschüre konnten wir später lesen, dass die Gegend hier um Carnarvon 70% des gesamten Gemüse- und Obstbedarfs West-Australiens deckt. Auf einem Schild am Eingang stand "Shop closed until may". Darauf zu warten war uns allerdings zu lang, schade, so ein Pech… Tomoko sammelte einige der am Boden liegenden noch grünen Mangos auf. Damit kann man in den nächsten Tagen sicher wieder einen leckeren Mango-Salat machen. |
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Um 11.20 h, nach überqueren einer Brücke über den total ausgetrockneten Gascoyne River, erreichten wir Carnarvon,
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Tatsächlich erhielten wir hier für 35 $ einen schönen schattigen Platz, wo wir uns gleich mal häuslich einrichteten. Da wir in den nächsten Tagen vielleicht wieder auf Campingplätzen ohne Wasser und Strom übernachten wollen, füllte ich unsere beiden leeren 25 l-Tanks mit frischem Wasser auf, ebenso den Wasserbehälter unter unserer Spüle im Auto. Ich studierte gemütlich die mitgenommenen Prospekte, was mich ganz müde machte. Ein von Tomoko gemachter Kaffee machte mich nach dem schlappen Kaffee im Café wieder munter. Ich fing schon mal mit Tagebuch schreiben an, Tomoko arbeitete weiter an ihrer Übersetzung. Um 16.00 h inspizierte ich den nahen Swimmingpool. Dieser war vollkommen überdacht und von einem hohen Holzgitter umgeben. Er erinnerte mich fast an ein Hallenbad. Da der Wind wieder stark aufgefrischt hatte, war es mir zu kalt, im Schatten im Pool zu schwimmen und ich ging wieder zurück. |
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Die Leute auf dem Platz hinter uns, die schon seit unserer Ankunft pausenlos mit lauter Stimme gequatscht hatten, wurden immer lauter und fröhlicher, so dass wir uns Gedanken machten, eventuell den Platz zu tauschen. Zunächst aber kochte Tomoko ein großartig schmeckendes Abendessen, gebratenes Gemüse mit Tofu und Cashew-Nüssen in süß-saurer Soße. Dazu gab es Reis. Da wir nur eine Dose Bier kalt gestellt hatten, trank ich das Bier und Tomoko ein Glas Weißwein dazu, das schmeckte wirklich hervorragend. |
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Wir hatten unseren Tisch in die Sonne gestellt. Als die aber hinter den Bäumen langsam verschwand, wurde es merklich kühler. Die Leute nebenan wurden immer fröhlicher, so dass wir uns entschlossen, zur Rezeption zu gehen und um einen ruhigeren Platz zu bitten. Wir hatten auch schon einen gefunden, auf den wir problemlos wechseln durften. Schnell gingen wir zum Auto zurück, packten alles wild durcheinander ins Auto, einschließlich des noch ungespülten Geschirrs, und verließen fluchtartig den Platz. Am neuen Stellplatz angekommen, schloss ich alles wieder an (Gas und Strom), machte Wasser heiß und spülte das schmutzige Geschirr, während Tomoko schon duschen ging. Ein Grey Shrike-thrush sang dazu mit solch variablen Strophen, die ein wenig an den Gesang der heimischen Nachtigall erinnerten. Das war wesentlich angenehmer als das Geschrei unserer Nachbarn vorhin. Eine schmale Mondsichel am Himmel erinnerte daran, dass es jetzt wieder langsam auf Vollmond zuging. Tomoko bereitete schon für morgen früh Sandwichs vor, da wir zeitig ohne zu frühstücken aufbrechen wollen, um einige Gebiete zu erkunden, die in der heute erhaltenen Broschüre als aussichtsreich für Vogelbeobachtung beschrieben waren. Ich schrieb noch meinen Tagesbericht fertig, Tomoko arbeitete wie immer mit ihrem Netbook. Früh gegen 21.15 h gingen wir schlafen. |