Als aber auch nach einer halben Stunde des Wartens keine Fütterung stattfand, gingen wir zu unserem Stellplatz zurück und machten
Frühstück. In der Nähe tauchte wieder der neugierige Emu von gestern auf. Tomoko hatte schon richtige Sorgenfalten auf der Stirn, aber der Emu zog ab,ohne etwas von uns zu wollen. Tomoko fühlte sich etwas erschöpft und legte sich auf die Sitzbank im Auto. Ich spülte schnell das Geschirr und machte dann das Auto fahrbereit, da wir um 10.00 h unseren Platz wechseln mussten. Mit der weiter im Auto hinten liegenden Tomoko fuhr ich die rund 80 m langsam bis zu unserem neuen Stellplatz. Da hier irgendjemand sein Auto dort widerrechtlich geparkt hatte, ging ich zur Rezeption und beschwerte mich.Eine freundliche Angestellte des Caravan Parks rief die betreffende Person an und hinterließ eine Nachricht, dass das Auto entfernt werden müsse. Tomoko war inzwischen wieder wach und arbeitete an ihrer Übersetzung. Ich fing schon mal mit meinem Tagesbericht an.
Draußen wurde es währenddessen immer heißer bis 40° erreicht waren, gut dass wir eine Klimaanlage im Auto hatten. Nun wurde es aber Zeit, mal ein Bad in der Bucht zu nehmen. Ich setzte mich einfach bis zum Hals ins kühle Wasser, das vollkommen still war, keine Brandung, noch nicht mal kleine Wellen. Ein Pelikan kam wieder wie gestern ganz nah vorbeigeschwommen. Fast hätte ich ihn mit den Händen berühren können. Hin und wieder sah ich auch einen Stachelrochen bedenklich nahe kommen, die aber wie man mir sagte nicht gefährlich sind. Zwischendurch ging ich immer mal zum Auto zurück, wo ich einen Schlauch an die Wasserleitung angeschlossen hatte, mit dem ich das Meereswasser abspülen konnte. Auf dieser kurzen Distanz von vielleicht 100 m war ich bei Ankunft am Auto schon wieder fast trocken, bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 10% kein Wunder. Zur obligatorischen Kaffeezeit machte Tomoko diesmal Pfannkuchen, sehr lecker. Zwischendurch ging ich mal zur Rezeption und kaufte einen Gutschein fürs Internet, das in unserem Auto zu empfangen war. 450 MB kosteten 10,- $, mal sehen wie lange das ausreicht… Gegen 17.00 h gingen wir beide zum Bootssteg. Eine kleine Meeresschildkröte war zu sehen. Das Federkleid einiger Schwalben (Welcome Swallows) leuchtete in der schon tiefstehenden Nachmittagssonne.
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Ansonsten blieb es aber ruhig. Wir studierten die aufgehängten Informationen über die Delfine, die alle einen Namen hatten. Auch ihr Stammbaum war genau aufgeführt. Die Mitarbeiter hier erkennen die einzelnen Tiere ganz genau an ihren unterschiedlichen Merkmalen wie verschiedene Formen ihrer Rückenflosse, sowie unterschiedliche Verletzungen usw. Es war auch jetzt am frühen Abend noch sehr heiß. Der Wind wehte heute nur schwach. Wir gingen wieder zurück und Tomoko fing an zu kochen. Heute gab es Pasta, für mich mit Lachs. Einige Möwen waren sehr interessiert und belagerten uns förmlich. Man musste höllisch aufpassen, dass sie nicht auf den Tisch flogen und unser Essen stahlen. Ich hatte unser Auto parallel zum Meer positioniert, nachdem der Besitzer des auf unserem Platz geparkten Autos sein Fahrzeug weggefahren hatte. So saßen wir bei wieder auffrischendem Wind im Windschatten mit herrlichem Blick auf das Meer.
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Wir saßen noch eine Weile zusammen, tranken unseren Weißwein und genossen die jetzt warme Luft mit Blick auf den Mond und die Sterne. Irgendwann gegen 20.00 h räumten wir das Geschirr zusammen und ich fing an zu spülen. Danach schrieb ich noch mein Tagebuch fertig. Unsere Bilder schauten wir auch noch an. Gegen 21.30 h gingen wir wieder früh schlafen.
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