Es war aber echt beeindruckend, diese etwa 3 ½ Milliarden Jahre alten Lebewesen zu sehen. Um 12.30 h fuhren wir weiter und erreichten nach kurzer Fahrt den North West Coastal Highway, auf den wir jetzt abbogen nach Süden in Richtung Kalbarri Nationalpark, unserem heutigen Ziel.
Gegen 13.40 h machten wir auf einem Parkplatz beim Billabong Roadhouse eine kleine Kaffeepause. Tomoko holte 2 Stück Kuchen aus dem Kühlschrank. Zusammen mit eiskaltem Kaffee schmeckte der hervorragend. Wir mussten aber drinnen bei laufender Klimaanlage essen, da es draußen schon wieder um die 40° war. Auf der nun folgenden Strecke änderte sich langsam das Landschaftsbild. Immer mehr größere Büsche und Bäume tauchten auf, irgendwann auch erste Weizenfelder. Wir hatten den sogenannten "Wheat Belt" erreicht, einen breiten Landstreifen, wo auf riesigen Feldern Ackerbau betrieben wird. Auf der Straße herrschte wenig Verkehr. Ich hatte den Tempomat auf 90 km/Std gestellt. So fuhren wir ziemlich gemütlich daher. Um 15.30 h erreichten wir die Abzweigung zum Kalbarri NP, jetzt noch 65 km bis zum Ziel. Wir fuhren noch langsamer um kein Tier zu gefährden. Immer mehr blühende Sträucher und zahlreiche kleine kiefernartige Nadelbäume säumten den Straßenrand. Die Banksia-Pflanzen waren leider zum größten Teil schon verblüht. Im Januar/Februar standen sie noch in voller Blüte. Auf einem Baum saß ein Habicht (Goshawk), der aber flüchtete, als wir gewendet hatten um ihn zu fotografieren. Um 16.45 h kamen wir in Kalbarri an, ein nettes kleines Städtchen, das einen sauberen Eindruck machte. Hier mündet der an dieser Stelle ziemlich breite Murchison River in den Indischen Ozean. Als erstes steuerten wir einen Bottle-Shop an. Hier kaufte Tomoko eine Flasche Weißwein (Chardonnay "Three Bears" aus Margret River) für morgen. Das Info-Center ist sonntags geschlossen. Also steuerten wir den von meiner Nichte Sandra empfohlenen Caravan Park "Tudor Holiday Park" an. Wir erhielten einen schönen Stellplatz. Ich setzte mich mit Entelchen in einen Stuhl und erholte mich von der langen Fahrt bei glühender Hitze mit einem eiskalten Bier. Tomoko fing derweil schon mit den Vorbereitungen zum Abendessen an. Heute standen japanische Soba-Nudeln in spezieller Soße mit gebratenen Squash- und Süßkartoffelstücken, sowie einem Omelette auf dem Speiseplan. Ich beobachtete währenddessen die zahlreichen Vögel auf dem Boden und in den nahen Bäumen (Galahs, Western Ringnecks, Willie Wagtail und einen White-winged Triller). Das Essen schmeckte großartig, aber das vorhin auf nüchternen Magen getrunkene Bier hatte mich müde gemacht.
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Trotzdem spülte ich noch und setzte mich anschließend ins Auto um Tagebuch zu schreiben. Nachdem ich damit fertig war, ging ich duschen, was Tomoko schon vorher gemacht hatte. Gegen 21.30 h waren wir beide so müde, dass wir unser Bett bauten und sofort einschliefen.
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