13.03.2009 Kuala Selangor - Kuala Gula / Taiping

Zum Frühstück erschienen wir ziemlich spät. Es gab nur noch einige Reste. Plötzlich ein Schlag! Zwei wunderschöne Eisvogel (Black-capped Kingfisher) waren gegen die Eingangstür geflogen und einer hockte jetzt benommen am Boden, erholte sich jedoch bald wieder. Nachdem wir unsere Sachen eingepackt hatten, fuhren wir gegen 10:30h los. Wir beschlossen, nicht die vom GPS vorgeschlagene Landstraße zu fahren sondern 50km zurück über die Autobahn. Es regnete stark und ich sah nicht viel. Gott sei Dank hörte der Regen nach 2 Stunden auf, je weiter wir nach Norden kamen. In Höhe von Taiping bogen wir nach Osten Richtung Kuala Gula ab, einem kleinen Fischerdorf an der Küste. Die kleine Straße war sehr einsam, aber wir sahen unglaublich viele Eisvögel und Bienenfresser (ca. 30 von jeder Sorte). Die beiden Eisvogelarten, die wir hier hauptsächlich sahen, waren Braunliest (White-throated Kingfisher) und Storchschnabelliest (Stork-billed Kingfisher). Auf der Straße bewegten sich häufig Ziegenherden oder einzelne Kühe, so dass wir äußerst vorsichtig fahren mussten. In Kuala Gula angekommen, mussten wir feststellen, dass das von uns ausgesuchte Resort leider wegen Umbaus für 1 Jahr geschlossen war. Wir schlenderten ein wenig herum. Ein großer Waran flüchtete hastig in seine sumpfige Umgebung. Da es offensichtlich keine andere Übernachtungsmöglichkeit gab, fuhren wir in einem großen Bogen über Kuala Kurau wieder zurück nach Taiping. Unterwegs sahen wir viele Vögel: Braun- und Storchschnabelliest (White-throated - and Stork-billed Kingfisher) , Seiden- Kuh- Silber- Mangroven- und Bacchusreiher (Little- Cattle- Great Egret, Chinese Pond Heron and Little Heron) und Gleitaar (Black-shouldered Kite) sowie weitere Warane, die hier wirklich sehr häufig sind. In Taiping (ca. 150.000 Einwohner) fanden wir das PANORAMA-HOTEL mitten in der Stadt, wo wir 2 Nächte bleiben wollten. Aus 3 angebotenen Zimmern wählten wir die "De Luxe"-Variante, 280 RM pro Nacht, ca. 58 €. Es gab 2 große Betten, ein Badezimmer mit Badewanne (zu Tomokos Freude), ein Wasserkocher mit Kaffee- und Teebeuteln sowie Mineralwasser. An einem kleinen malaysischen Imbissstand aßen wir eine Suppe, deren Bestandteile Tomoko aus verschiedenen Behältern zusammenstellte. Schmeckte gut, mal sehen, was unser Körper dazu sagen wirdů. Wir gingen noch eine kleine Runde spazieren, dann zurück zum Hotel. Noch ein kühles Bier an der Bar und anschließend aufs Zimmer. Insgesamt sind wir heute ca. 400km gefahrenů

14.03.2009 Taiping / Kuala Gula / Taiping

Die Nacht war etwas kühl, da man die eiskalte Klimaanlage nicht regulieren konnte. Das Frühstück für 8 RM (1,65 €) war überraschend gut. Gegen 9:45h fuhren wir los Richtung Kuala Gula.

Unterwegs zählte Tomoko 51 Eisvögel (Braunliest (White-throated Kingfisher))sowie wieder zahlreiche Bienenfresser (Blauschwanzspint (Blue-tailed Bee-eater). In Kuala Gula angekommen, machten wir einen Spaziergang durch die engen Gassen des chinesischen Fischerdorfs. Überall lagen auf großen Planen Shrimps zum Trocknen in der Sonne auf dem Boden ausgebreitet. Auch Belakan, eine spezielle "hard-shrimp-paste", wird hier gemacht und exportiert.

Wir lernten einen alten Chinesen kennen, der uns einiges über Kuala Gula und das Leben hier erzählte. Er ist der Chef einer Firma, die kleine Garnelen und Garnelenprodukte exportiert. Einer seiner Freunde hat ein Boot, um Touristen in die nahen Mangrovensümpfe zu fahren. Wir vereinbarten eine Bootsfahrt für 11:00h am folgenden Tag. Dann verabschiedeten wir uns und fuhren ca. 15km weiter nach Kuala Kurau, ebenfalls einem kleinen Dorf. Hier aßen wir in einem kleinen Straßenrestaurant Reis mit Fisch, sehr lecker und preiswert (16 RM, ca. 3,50€ incl. 2 Dosen Cola). Tomoko verfütterte einen kleinen Fisch an eine Katze, die gleich von 3 weiteren Katzen bedrängt wurde, die sich gegenseitig das Futter streitig machten. Danach fuhren wir wieder langsam durch die angrenzenden Reisfelder. Wir sahen wieder viele Reiher (Kuh- Silber- Seiden- und Bacchusreiher). Das Wetter war heiß und sonnig. Da es gegen 16:00h in Taiping regelmäßig regnen soll, machten wir uns auf den Rückweg und erreichten unser Hotel gegen 16:00h. Da unser Zimmer noch nicht gemacht war, gingen wir sehr zur Freude von Entelchen auf ein Bier an die Bar. Danach war ein wenig ausruhen angesagt. Ich schlief ein und wurde plötzlich durch einen heftigen Donnerschlag aus meinen Träumen gerissen. Ein heftiges Tropengewitter hatte sich gebildet, Blitze zuckten und der Regen prasselte nur so hernieder. Der noch geplante Spaziergang zum Park viel hiermit aus und wir beschlossen, im Hotel zu essen. Das Abendessen schmeckte köstlich: Seefood-Salat, Reis mit Sambal-Chicken sowie Mie-Foon (gebratene Reismehlnudeln), alles zusammen incl. Bier für 48 RM, ca. 10€.

Da das Gewitter weiter tobte, blieben wir auf dem Zimmer, lasen Zeitung, sortierten unsere Fotos und gingen dann früh schlafen, nachdem wir noch eine zweite Decke vom anderen Bett genommen hatten. Diesmal froren wir nichtů.

15.03.2009 Taiping / Kuala Gula / Taiping

Als wir gegen 7:30h wach wurden, schien die Sonne durchs Fenster, nur ein paar weiße Wolken am Himmel. Schnell geduscht, gefrühstückt und los Richtung Kuala Gula.

Wir kamen pünktlich gegen 11h dort an. Unser Bekannter, Herr Ow Hen Sang, erwartete uns schon. Er telefonierte kurz und schon näherte sich sein Freund über den großen Fluss mit einem Schnellboot. Diese Boote können bis zu 15 Personen plus Kapitän befördern. Bei herrlich sonnigem und heißem Wetter ging die Fahrt los.

Zu unserer Freude gab es ein Sonnendach, so dass die Hitze erträglich war. Zuerst ging es ca. 2km den Fluss hinunter bis aufs offene Meer, dann langsam in die Mangroven, die von einem Netz kleiner und größerer Kanäle durchzogen waren. Wir konnten viele Vögel, Affen, Warane, Schlammspringer und sogar einen Otter beobachten, der gerade einen Fisch gefangen hatte und genüsslich verspeiste. Ca. 2 Stunden fuhren wir bei langsamer Geschwindigkeit durch die Mangroven, dabei viele Fotos machend. Gegen 13h kamen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück und gingen zurück zum Auto. Auf dem Weg dahin begegnete uns eine Frau auf einem Motorrad, die uns sehr zu unserer Freude, da wir Hunger hatten, frische "Pao" anbot (kleine chinesische Dampfnudeln).

Wir fuhren noch ein kleines Stück durch den Ort und erreichten einen Ortsteil, wo einige ganz feudale Häuser standen. Eine halbe Stunde gingen wir noch mal ein Stück in die Sümpfe, aber da es wahnsinnig heiß war, beschlossen wir, nach Taiping zurückzufahren und dort noch etwas im Park zu wandern.Daraus wurde leider nichts, da es bei unserer Ankunft gegen 14:45h heftig zu regnen begann. Wir beschlossen daher, im Hotel ein dickes Eis zu essen. Anschließend gingen wir aufs Zimmer, ein wenig ausruhen. Gegen 17:30h hörte der Regen plötzlich auf und unter einem prächtigen Doppelregenbogen bummelten wir ein wenig in unserem Viertel herum. Wir kauften ein paar Kleinigkeiten und gingen dann in eine große offene Halle mit zahlreichen Imbissständen. Zu erst gab es Satay-Stäbchen (Rind und Huhn), dann an einem anderen Stand Nasi Goreng.

Der Besitzer des Standes, ein älterer Malaysier, erzählte uns einiges über sein Land. Taiping sei die preiswerteste Stadt Malaysias (das Nasi Goreng kostete in der Tat nur 3,50 RM, sonst meistens 4,50 RM). Des weiteren berichtete er uns, dass Malaysia sehr sicher sei und es keinerlei Probleme zwischen den einzelnen Stämmen und Rassen gebe, ein friedliches Miteinander! Schade, dass dies nicht überall in der Welt so ist. Beim Essen sahen wir plötzlich einige dicke Ratten zwischen den Stuhlbeinen hervorspähen, die wir leider nicht fotografieren konnten, da wir die Kamera mit dem Teleobjektiv im Hotelzimmer gelassen hatten. Den Abend verbrachten wir dann auf dem Zimmer, schauten unsere gemachten Fotos an, schrieben Tagebuch und tranken ein Bier dazu. Morgen geht es weg von hier ca. 150km in die Cameron Highlands, einer hoch in den Bergen liegenden Region, die vor allem durch Teeplantagen und Gemüseanbau bekannt ist.

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